HUDEKAMP - EIN HEIMATFILM
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Deutschland spaltet sich. In den Innenstädten steigen die Mieten unaufhaltsam. Die Wenig- und Geringverdiener werden dabei an den Rand der Städte und somit an den Rand der Gesellschaft gedrängt. So auch im Hudekamp in Lübeck. Hier leben die Menschen, denen es in der Wohlstandsgesellschaft nicht gut geht. 7 Hochhäuser, 14 Stockwerke hoch – die personifizierte Parallelwelt. Die Regisseure Pia-Luisa Lenz und Christian v. Brockhausen lebten mehrere Wochen in dem Viertel und sie fanden ein Stückchen deutsche Wirklichkeit.

Die Bewohner im Hudekamp sind so unterschiedlich wie die Geschichten, die sie erlebten und die Biografien, die sie prägten. Unter einem Dach leben Christen, Muslime, Alkoholiker, Hartz IV-Empfänger, Alte, Kinder, Ausländer, Studenten, Arbeiter, Familien und Träumer. Aber letztendlich verbindet alle das Gefühl von Heimat mit ihrem Block - ein in Beton gegossenes Stückchen Verlässlichkeit in einer Welt, die sie zunehmend abgehängt hat.

HUDEKAMP erzählt von Aufbruch, Resignation und Wut, aber auch von Freundschaft und Kämpfern. Die Konfrontation mit derartigen Lebenssituationen mag schockieren, so zeigt sich dennoch abermals wie Menschlichkeit und Gemeinschaft nie ganz verloren gehen.





English:
The social gap in Germany is growing every day. Low-income earner have to live in ghettos without any contact to the other part of society. Families who live on benefit payment for generations, crime, prostitution and drugs: That is what people think about when they hear HUDEKAMP – one of those ghettos in a suburb of Lübeck. The two authors and videojournalists lived there for a few weeks and accompanied six people with their camera. It is a story about parallel societies that nobody thinks they could exist in Germany 2012. And it shows that humanity and community never disappear totally.